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M.Y.E: (mooneye), interaktive Klangarchitektur, vision ruhr, Zeche Zollern II/IV, Dortmund 2000

Partiturzyklus für einen Tagesablauf

Für die  Ausstellung “vision ruhr” im Industriemuseum der Zeche Zollern II/IV wurde die Allee des Innenhofs der ehemaligen Zeche während 3 Monaten zu einem Klangobservatorium. Tieftonvibrationen erklangen täglich in bestimmten ansteigenden und abfallenden Zyklen. Eine Klangmonduhr* machte  mächtige unterirdischen Klangwellen hörbar und förderte sie an die Oberfläche. Unmittelbar an der Erdoberfläche waren 25 Meter voneinander entfernt vier Klangsteine aufgebaut. Sie bildeten das Klangfundament für eine bis in 20 Meter aufsteigende Echokaskade. Diese führte die Klangbewegung der Tieftonvibrationen der Allee entlang weiter bis hoch über die Baumwipfel hinaus.
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*. Eine “Monduhr* ist  ein Ort, wo verschiedene sich berührende Raumschichten miteinander in Beziehung gesetzt werden, so, als ob wir hörend aus dem Mondschatten die Nachtzeit ablesen könnten. Zugegebenermassen ist ohne poetische Verzauberung tagsüber kein Mondlicht zu erspähen. Dafür sorgten aber die in der Allee kreisenden Klangfelder, die über vier Bewegungssensoren von den BesucherInnen  abgelenkt werden konnten.
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